• Fuhrpark mit 55 Fahrzeugen mit lückenloser Temperaturdokumentation für eine sichere Kühlkette ausgestattet
• Telematiklösungen von idem telematics bieten stabile Echtzeitdaten und automatische Alarmfunktionen
• Fuhrparkleiter Robert Siegl: „Ich bin immer live dabei - Als würde ich im Lkw mitfahren.“
• BÄKO begegnet dem Wandel im Bäckerhandwerk mit Investitionen in moderne Logistik, Digitalisierung und Services
Die BÄKO München, Altbayern und Schwaben eG versorgt Bäckereien der Region mit wirklich allem, was so ein Handwerksbetrieb braucht – unterstützt von Telematiklösungen von idem telematics.
Damit morgens in südbayerischen Bäckereien frische Brötchen, Brote und Gebäck über die Tresen gehen können, läuft in Taufkirchen bei München nachts der Betrieb bei der BÄKO München, Altbayern und Schwaben eG auf Hochtouren. Während in vielen Backstuben bereits die ersten Öfen angeheizt werden, werden hier Paletten kommissioniert, Fahrzeuge beladen und Touren vorbereitet. Ob Butter, Mehl, Joghurt oder Brezen, aber auch komplette Backstuben- und Verkaufsraumeinrichtungen: „Wir bieten alles für Bäcker und Konditoren – wirklich alles“, sagt Robert Siegl. Er ist Fuhrparkleiter und Sicherheitsbeauftragter der Regionalgenossenschaft und kennt die Anforderungen des Handwerks aus dem täglichen Betrieb.
Genossenschaft mit System
BÄKO ist seit mehr als 100 Jahren Partner der Branche. Genossenschaftlich organisiert, regional verwurzelt und bundesweit vernetzt, bündelt die BÄKO-Organisation Einkauf, Logistik und Services für Bäcker und Konditoren. Die Verbundgruppe umfasst heute 25 Regionalgenossenschaften, 24 davon in Deutschland und eine in Österreich. Mehr als 3.000 Lieferanten, rund 20.000 Produkte und ein Gesamtumsatz von 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2024 zeigen die Dimension des Netzwerks – und zugleich die Verantwortung, die mit dieser Rolle einhergeht.
Das Hauptlager der Regionalgenossenschaft in Taufkirchen wird durch Niederlassungen in Augsburg und Straubing ergänzt. Von hier aus werden Bäckereien und Konditoreien im gesamten südbayerischen Raum beliefert: von Ulm bis in den Bayerischen Wald, von Pfaffenhofen bis an den Bodensee und nach Vorarlberg. Die Touren verteilen sich über die Woche. „Wir decken den gesamten südbayerischen Raum ab“, sagt Siegl. „Nicht alles an einem Tag, aber in einer Woche fahren wir diese Region komplett.“
55 Fahrzeuge für Trockenware, Frische und Tiefkühl
Rund 55 Fahrzeuge sind dafür im Einsatz. Mehr als ein Drittel davon transportiert Trockenware wie Mehl oder Zucker. Der größere Teil des Fuhrparks besteht aus temperaturgeführten Fahrzeugen für Frische- und Tiefkühlprodukte. Gerade hier sind die Anforderungen hoch. Als IFS-zertifiziertes Unternehmen muss die BÄKO jederzeit nachweisen können, dass die Kühlkette eingehalten wurde – vom vorgekühlten Fahrzeug über den Transport bis zur Anlieferung beim Kunden. „Ich brauche eine verlässliche, lückenlose Dokumentation“, sagt Siegl. „Wenn ein Kunde einen Temperaturbericht sehen will, muss ich den auf Knopfdruck liefern können.“
Genau das machen die Telematiklösungen von idem telematics möglich. Die Temperaturdaten werden im Fünf-Minuten-Takt übertragen. So lässt sich exakt nachvollziehen, wann ein Fahrzeug stand, fuhr, beladen wurde oder die Tür geöffnet war. Auch Abtauzyklen, das Einschalten der Kühlanlage oder längere Standzeiten sind dokumentiert. „Ich kann minutengenau sagen, was wann passiert ist“, so Siegl. Das schafft Sicherheit – für die BÄKO selbst, für das Qualitätsmanagement und für die Kunden, die sich auf die Einhaltung der Kühlkette verlassen müssen.
Eine Plattform für alle Daten
Besonders hilfreich sind dabei die automatischen Alarmfunktionen. Weicht die Temperatur in einer Kammer vom Sollwert ab, wird sofort ein Signal ausgelöst. So kann reagiert werden, noch bevor Ware Schaden nimmt. Gerade auf Stadttouren mit vielen Stopps, kurzen Fahrstrecken und häufigem Öffnen der Ladeflächen ist diese Echtzeit-Überwachung entscheidend. „Wenn etwas nicht stimmt, können wir eingreifen, bevor es kritisch wird“, sagt Siegl. Im Zweifel lässt sich auch nachvollziehen, ob ein Fahrzeug gerade steht, fährt oder ob die Kühlanlage aktiv ist.
Der Wechsel zu einer einheitlichen Telematiklösung war für die BÄKO auch eine strategische Entscheidung. Zuvor hatte das Unternehmen mehrere Systeme im Einsatz, die jedoch keine stabile Datenübertragung gewährleisten konnten. „Warum alles aufsplitten, wenn man es bündeln kann“, beschreibt Siegl den Ansatz. Heute laufen alle relevanten Informationen in einem Portal zusammen – abrufbar im Büro oder mobil per App. „Ich bin immer live dabei“, sagt er. „Als würde ich im Lkw mitfahren.“
Stabilität und zuverlässiger Support
Für ihn ist dabei vor allem eines entscheidend: Stabilität. „Es muss funktionieren.“ Und wenn doch einmal etwas hakt, ist der Support schnell erreichbar. „Ich schreibe eine Mail oder rufe an, dann wird draufgeschaut. Das macht es unkompliziert.“ Auch für die Kolleginnen und Kollegen an den anderen Standorten sei das wichtig, unabhängig davon, ob sie in Taufkirchen, Augsburg oder Straubing arbeiten.
Die Kunden der BÄKO haben feste Bestellrhythmen. Manche werden mehrfach pro Woche beliefert, andere wöchentlich oder 14-tägig – je nach Größe und Struktur des Betriebs. Tagsüber wird kommissioniert, nachts geht die Ware auf die Straße. Gegen Mitternacht starten die Fahrer ihre Touren, beladen ihre Fahrzeuge mit Paletten und Rollcontainern und fahren los. „So stellen wir sicher, dass die Ware genau dann beim Kunden ist, wenn sie gebraucht wird“, sagt Siegl.
Handwerk im Wandel
Die Anforderungen an den Dienstleister wachsen – nicht zuletzt, weil sich das Bäckerhandwerk verändert. Kleine Familienbetriebe verschwinden zunehmend, größere Strukturen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Sortiment, Prozesse und Nachweisbarkeit. Bio-Produkte, Tiefkühlware und komplette Laden- und Backstubenkonzepte gehören heute selbstverständlich zum Angebot. Auch der Fachkräftemangel wirkt sich aus: Tiefkühlprodukte übernehmen zunehmend Arbeitsschritte, die früher personalintensiv von Hand erledigt wurden.
„Unser Vorstand besteht aus Bäckern“, sagt Siegl. „Wir sind nah dran am Handwerk und an den Trends.“ Genau deshalb investiert die BÄKO nicht nur in Produkte, sondern auch in Strukturen, die ihren Kunden den Rücken freihalten – und dafür sorgen, dass das backende Handwerk auch unter veränderten Bedingungen zuverlässig arbeiten kann.